Werke und Schriften - Editionsrichtlinien

// Editionsrichtlinien //

Dem allgemeinen Konsens in den Editionswissenschaften[6] folgend liegen dieser Edition die Erstdrucke der Texte zugrunde.[7] Außerdem muß sich dieses editorische Projekt - wie jedes andere auch - grundsätzlich die Frage nach dem Typ der Ausgabe, der Textgrundlage, der Präsentationsform und dem Stellenwert der Illustrationen stellen.[8] Für die vorliegende Edition gelten folgende Vorgaben:

Ausgabentyp: Die vorliegende Ausgabe orientiert sich an einer wissenschaftlich begründeten und kritischen Studienausgabe. Sie bewegt sich zwischen der nur den Text präsentierenden Leseausgabe und einer historisch-kritischen Gesamtausgabe. Die Differenz zur historisch-kritischen Gesamtausgabe ist durch des Aspekt der Auswahl der Texte gegeben. Von der Leseausgabe setzt sich die vorliegende Ausgabe durch die autorisierte Textgrundlage, den Kommentar zum Text und durch die abgedruckten Dokumente zur Wirkungsgeschichte und das Literaturverzeichnis ab.[9]

Textgrundlage: Die der Edition zugrunde liegende Textbasis ist der Erstdruck, der den "Schnittpunkt zwischen Produktion und Rezeption markiert".[10] Damit wird die veraltete Position in den Editionswissenschaften abgelöst, die für die Edition der Ausgabe letzter Hand als Textgrundlage für Neueditionen plädierte.

Präsentationsform: Die Orthographie wird nicht modernisiert.[11] Es werden keine Normierungen vorgenommen. Verschiedene Schreibweisen werden nicht angeglichen oder egalisiert.[12] Offensichtliche Druckfehler werden korrigiert, jegliche Eingriffe in den Text des Erstdrucks im Abschnitt ›Texteingriffe‹ dokumentiert.[13]